News
Indoor Open DM 2026
Nachdem wir letztes Jahr in Berlin nicht aus eigener Kraft den Klassenerhalt schaƯen konnten, war unser Ziel für vergangenes Wochenende in Dresden zur Open-DM in der 3.Liga Nordost gesetzt. Dass uns das nicht leichtfallen würde, wurde uns spätestens am vorherigen Wochenende im Training gegen Jena klar.
Dieses Jahr richtete Dresden unsere Klasse aus. Unser erstes Spiel startete erst 11:05Uhr, das heißt zwar nicht, dass wir ausschlafen konnten, aber bis auf Stau in Dresden hatten wir eine entspannte Anreise. Nach einer kurzen Ansprache von unserem Captain Erik (Grinse-Head) und Erwärmung von Patrick waren wir bereit uns im ersten Spiel direkt gegen ein Favoriten-Team, nämlich Pizza Volante aus Leipzig, zu beweisen. Gut gelaunt haben wir unser Bestes gegen die ehemaligen Spieler der Jugendnationalmannschaft gegeben. Man merkte ihnen an, dass sie ein langjährig eingespieltes Team sind, welches sich schon gegen viele Gegner behaupten musste – egal ob Zone oder Matchverteidigung in der Offence haben sie immer einen Weg gefunden uns auszuspielen. Dennoch haben sie uns bis zum Schluss nicht auf die leichte Schulter genommen und wir haben weiter versucht unsere Offnces durchzubringen sowie in der Defence dran zu bleiben. Am Ende eines relativ kontaktreichen Spiels (ohne Verletzungen) haben wir 5:15 verloren.
Im zweiten Spiel durften wir 13:15 Uhr gegen Schleudertrauma Magdeburg zeigen, ob wir mit 10 gegen 6 Spielern vielleicht einen Vorteil in Sachen Durchhaltevermögen haben. Den ersten Punkt konnten wir uns direkt sichern. Danach folgte ein Punktetausch, bis sich auf unseren beiden Lines die Fehler gehäuft haben, sodass Magdeburg 4 Punkte Vorsprung aufbauen konnte. Es stellte sich heraus, dass Magdeburg auch mit 6 Spielern kein Ausdauer Problem hat, denn die meisten Punkte haben sie mit tiefen Break-Würfen schnell fangen können. In der Halbzeitbesprechung legten wir den Fokus darauf in unseren eigenen Spielstil zurückzufinden und unsere Fehler abzustellen. Leider startete Magdeburg nach der Halbzeit mit der Offence, was ihnen half den Vorsprung zu halten. Am Ende stand es nach einem tollen Spiel 12:15 für Magdeburg.
Im letzten Spiel des Tages durften wir gegen ein weiteres starkes Team spielen, die Endzonis aus Rostock (Team Luv). Auch hier konnten wir uns den ersten Punkt sichern. In diesem Spiel konnte unsere D-Line (Aaron, Erik (Bambi-Head), Frank, Moritz, Patrick) viele Punkte mache durch tiefe Break-Würfe. Das mussten wir uns auch nicht von Magdeburg abschauen, aber die Endzonis haben sich schwer getan uns mehr für diese Punkte kämpfen zu lassen. Auf der anderen Seite mussten die Endzonis für ihre Punkte selbst nicht wirklich tief in ihre Trickkiste greifen. Nach der Halbzeit häuften sich bei uns die Fehler und unser Gegner läutete mit zwei Breakpunkten den Anfang seines Sieges ein. Auch dieses Spiel haben wir am Hardcap verloren mit 11:15.

JP und Robert gegen die Endzonis aus Rostock – © Christian
Am Ende eines anstrengenden und leider sieglosen Turniertages gingen wir alle zusammen im Grand Flavor essen. Schlafen konnten alle von uns in Chemnitz, auch wenn das nicht für alle die gewünschte Schlafqualität brachte.
Am nächsten Morgen mussten wir 2 Stunden früher Richtung Dresden starten, denn unser erstes Spiel war für 9 Uhr gegen Hund Flach Werfen Berlin angesetzt. Das Ziel war immer noch dasselbe wie zuvor – der Klassenerhalt aus eigener Kraft. Doch als wir morgens in Dresden durchzählten waren wir nur noch 9 statt 10 Spieler. Unser Spirit-Captain JP, der schon am Samstag nicht mehr volle Leistung abrufen konnte, war zu Hause geblieben. Das bedeutete für unsere beiden Lines, dass wir uns gegenseitig mehr unterstützen mussten.
Wir starteten mit der Defence und tauschten Punkte und auch Break-Punkte in einem heiß umkämpften Spiel gegen Berlin. Zwischenzeitlich stand es 6:6 und die Stimmung war super – unter anderem dank Linda die als Zuschauerin da war um uns anzufeuern. Nach der Halbzeit hat sich Berlin deutlich besser angepasst als wir und hat unsere Offence-Plays effektiver verteidigt. Wir hatten trotzdem ein tolles Spiel mit gutem Spirit gegen die Hunde aus Berlin und konnten nur ein 9:15 erzielen.
Nach dem Spiel hatten wir eine längere Pause bis 12:20 Uhr, denn auch wenn die JOYNEXT Arena mit 3 Ballsporthallen viel Platz für Indoor Frisbee bietet, fanden gleichzeitig auch noch die 4. Liga Nordost und am Sonntag sogar noch ein Vorbereitungsturnier für die Frauen-DM statt. Größten Dank und Respekt an Dresden, das alles unter einen Hut zu bringen. Insgesamt waren über 20 Teams am Sonntag anwesend. Dadurch hatten wir in unserer Liga nur eine Halle zur Verfügung für 8 teilnehmende Teams in unserer Liga, deswegen die längere Pause.
In unserem letzten Spiel dieser Meisterschaft hatten wir keine Chance mehr auf Klassenerhalt. Wir mussten unser Ziel aufgeben, aber im folgenden Spiel gegen die Saxy Divers aus Leipzig wirkte es so als ob wir damit etwas Ballast abgeworfen hatten. Wir starteten erneut mit Defence, aber konnten endlich unser bis dahin noch frisches helles Jersey auspacken. Nach einem Catch beim Cheer (super cool) konnten wir mit guter Laune in die – von Moritz später „Lieblingsspiel“ getaufte – Partie starten. Die gute Laune zog sich bis zum Ende des Spiels, auch wenn wir beim Gegner Offside und Travels anmerken mussten, die auch direkt abgestellt wurden. Es gab einen legendären Overhead-Wurf von Bambi-Head auf Patrick, der durch die komplizierte Dachkonstruktion der Halle ohne eine einzige Berührung flog und direkt als Punkt gefangen wurde. Ihr hättet dabei sein sollen! Es war atemberaubend. Auch in diesem Spiel hatten wir Probleme, die Defence nach einem Turn wieder zu stellen oder auf der offenen Seite davor zu sein. Zwischenzeitlich sah es mit 5 Punkten Vorsprung für die Divers wieder sehr düster für uns aus. Doch wir konnten die Gegner zu Fehlern verleiten und verkürzten den Abstand bis zum Ablauf der regulären Spielzeit auf 12:14. Wir nutzten unser Timeout, aber der letzte Punkt fiel schnell und es wurde ein 12:15. Unsere neuen Spieler wurden von den Divers explizit gelobt und auch wir sind stolz auf Patrick und Moritz, die erst zum Ende der letzten Outdoor-Saison bzw. Anfang der Indoor-Saison zum Ultimate gekommen sind.
Wir haben somit erneut die Statistik von hinten angeführt. Im Finale haben die Endzonis gegen Pizzas gespielt, zwei starke Teams gegen die wir am Samstag spielen durften. Am Ende haben die Endzonis ganz knapp mit 14:15 gewinnen können. Leider konnten wir aufgrund von am Ende 3 ausgefallenen Top Spielern nicht unser bestes Ultimate zeigen. Unsere beiden Eriks haben aber schon auf der Heimfahrt Pläne geschmiedet und überlegt woran wir arbeiten können, um an der nächsten Open-DM siegreich teilzunehmen.

Spiritkreis mit Hund Flach Werfen Berlin - © Linda
Aaron, Erik (Bambi-Head), Erik (Grinse-Head), Frank (On/OƯ-Head), Jean-Luc, JP (Kudder-Head), Markus (Radeon-Head), Moritz, Robert (Sugar-Head), Patrick