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SBD Bamberg 2026
Am letzten April-Wochenende machten sich die Stoneheads mit einigen Freunden auf die Reise ins fränkische Bamberg. Das SBD (Subba Bamberger Durnierla) der WurfKultur ist bekannt für heiße Spiele, kalte Nächte und Frisbeekultur in Reinstform. Eine Neuerung gab es in diesem Jahr jedoch: Es wurde auf ein Beer-Race verzichtet. Ob das einem Turnier in der für sein Rauchbier berühmten Stadt an der Regnitz gut zu Gesichte steht, bleibt jedem Leser selbst überlassen. Die animierenden Trinksprüche des Antrinkers aus den letzten Jahren wurden auf jeden Fall vermisst.
Die Chemnitzer fuhren mit großer Vorfreude und hohen Erwartungen in den Süden. Ein Teil der Truppe war bereits am Freitag angereist und nächtigte dank Luxusausstattung bestens vor Ort. Samstag Früh komplettierte sich das Team und stürzte sich voller Elan ins erste Spiel.
## 1. Spiel - *Pflichtfeld
Für das Turnier hatten sich die Strategen der Soneheads überlegt, den Fokus auf ein furioses Hex-Spiel zu legen. Dies wurde bereits im ersten Spiel gegen das ominöse Team *Pflichtfeld umgesetzt. Dabei zeigte sich jedoch, dass diese Taktik ein hohes Maß an Eingespieltheit bedarf, das zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben war. So kam es häufig zu Abstimmungsschwierigkeiten, Doppelangeboten und in der Folge Scheibenverlusten. Dazu kam noch einiges an Pech beim Fangen der tiefen Würfe. Die Gegner dagegen machten einen sehr eingespielten Eindruck und konnten ihre Punkte gut gegen unser Team durchbringen. So trennten sich die Teams mit einem verdienten 5:11, wenn auch deutlich mehr für die Stoneheads drin gewesen wäre.
## 2. Spiel - Maultaschen
Nach der Niederlage im ersten Spiel gab es natürlich einiges an strategischem und individuellem Input seitens der alten Hasen im Team. Vielleicht war die Taktikwahl doch nicht so sinnvoll, gerade wenn man bedenkt, dass einzelne Spieler noch nie Hex gespielt hatten? Wie dem auch sei, es wurde entschieden, an dem System festzuhalten, in der Hoffnung, dass es nach einiger Zeit des Übens immer besser klappen würde.
Schnell wurde allerdings klar, dass uns mit den Maultaschen aus Tübingen ein Team gegenüberstand, das uns in vielen Punkten überlegen war. Es überzeugte durch herausragende Athletik, präzises Passspiel und exzellent platzierte tiefe Würfe, die mit überraschender Sicherheit gefangen wurden. Ein wirksames Mittel konnten die Stoneheads dagegen nicht finden und mit ihren dynamsichen Wechseln von Personen- zu Zonenverteidigung machten es die Maultaschen sehr schwer ein geordnetes Angriffsspiel zu entwickeln. Am Ende blieb für die gutgelaunten Steinköpfe nicht besonders viel Zählbares auf der Punkteanzeige stehen und das Spiel ging 4:14 verloren.
## 3. Spiel - Unwucht Erlangen
Im 3. Spiel gegen Unwucht Erlangen machten sich dann die ersten Anzeichen breit, dass die Stoneheads auch mit einem Hex erfolgreich sein können. Das Team fand immer mehr zueinander und konnte so einige Spielzüge durchbringen. Im Gegnerteam wurden alte Bekannte gesichtet und auf beiden Seiten war in einem insgesamt sehr sehenswerten Spiel mehr und mehr Kreativität und Spielwitz zu erkennen. Beiden Teams gelang es mehrfach, in Führung zu gehen, ohne sich absetzen zu können. Zum End-Jingle waren es aus Chemnitzer perspektive leider die Unwuchtigen, die vorne lagen, aber es hätte genauso gut auch anders herum ausgehen können. Der Endstand von 9:10 war Zeuge eines sehr ausgeglichenen Spiels mit Highlights auf beiden Seiten.
## 4. Spiel - Baybees Bayreuth
Das Wetter zum diesjährigen SBD war phantastisch und zum 4. Spiel des Tages hatte sich der Platz bereits intensiv erwärmt. Das Spiel gegen die Bayreuther war daher auch durch äußere Härten geprägt. Die Stoneheads wirkten anfangs noch etwas platt von den bereits vergangenen Spielen und ließen einen Rückstand von 1:4 zu. Dann jedoch kehrte der Sportsgeist zurück in die Leiber der Chemnitzer und die Aufholjagd begann. Dem Spiel wurden mehrere hart umkämpfte Punkte mit vielen Scheibenwechseln abgerungen. Es wurde so zu einem sehr anstrengenden Spiel, aber zur Belohnung konnte ein 8:9 kurz vor Schluss herausgespielt werden. Im letzten Punkt war also noch ein Unentschieden zu holen. Trotz größtem Einsatz musste hier allerdings den Gegnern das Zählbare überlassen werden und die Parteien trennten sich 8:10.
## 5. Spiel - Fuldimates Fulda
Die Stoneheads waren bis zu diesem Zeitpunkt noch ohne Sieg. Die vorigen Spiele hatten jedoch auch gezeigt, dass so einiges an Können noch im Team schlummerte und es nur eine Frage der Zeit war, bis das auch auf der Punktetafel sichtbar werden würde. Gegen das Team aus Fulda wurde also die klare Devise ausgegeben, auf Sieg zu spielen. Und es zeigte sich, dass das Team im letzten Spiel des Tages noch einmal alle Kräfte bündeln konnte, sich mit viel Konzentration Punktgewinne verdiente und schließlich den 9:6-Sieg erlangen konnte.
Mit einem schönen Erfolgeserlebnis ging der Spieltag der Stoneheads somit zu Ende. Die Spiele hatten viel Kraft gekostet, die durch das übersichtliche Buffet kaum ausgeglichen werden konnte. Das Team war daher froh, als es endlich im benachbarten Vereinsheim schmausen konnte. Es hatte sich bereits vorher abgezeichnet, dass es in Bamberg keine leichte Aufgabe ist, eine Bewirtung für 13 Personen zu erhalten. Auf das Vereinshain war jedoch Verlass. Die anschließende Party wurde von einigen wenigen Steinköpfen besucht, zum Sieg reichte es hier jedoch nicht. Das mag auch an großen Teilen des Teams liegen, die einen Erholungsschlaf der Sause vorzogen.
## 6. Spiel - FT Würzburg
Die Party-Abstinenz hatte seine Vorteile. Das Team machte am Sonntag Früh einen sehr erholten Eindruck. Auf einen Chemnitzer Freund musste allerdings leider verzichtet werden. Eine kontaktlinseninduzierte Bindehautentzündung zwang ihn zur Abreise. Wir wünschen auch auf diesem Wege noch einmal gute Besserung. Auf dem Feld konnten die verbliebenen 12 den Verlust jedoch nahezu ausgleichen und insgesamt eine sehr solide Leistung abrufen. Die Würzburger wurden vom schnellen Spiel der Chemnitzer förmlich überrollt und lagen zügig 0:7 hinten. Waren hier vielleicht einige etwas länger auf der Party geblieben? Ein Erfolgsrezept der Steinköpfe war jedenfalls ein beständiges Wechseln der Angriffstaktiken. Neben dem Hex wurde auch ein Stack-Spiel, der Zipper und der Moses aus dem Repertoire-Sack gezaubert. Und erstmalig setzte sich die Erkenntnis durch, dass der Sonntag der Tag der Overheads sein sollte. Nach der komfortablen Anfangsführung wurde das Team experimentierfreudig, rückte etwas von der bedachten, konservativen Spielführung ab und setzte kreative Impulse, die aber nicht immer erfolgreich waren. Schlussendlich trennten sich die Teams mit 12:7, was auch an einem langsam erwachenden Gegner lag, der sich noch nicht aufgegeben hatte.
## 7. Spiel - RostSocks Rostock
Im Vorletzten Spiel des Turniers ging es gegen die Rostocker ran. Das Team hatte sich viel vorgenommen, war doch noch ein 9. Platz möglich und die zurückliegenden Siege verliehen Rückenwind. Mit einem taktisch variablen Spiel gelang auch so einiges. Es wurden diverse Punktmöglichkeiten herausgespielt, die jedoch nicht alle verwandelt werden konnten. Der Gegner war extrem laufstark und Wurfsicher, was unserer Verteidigung wenig Ansatzpunkte lieferte. Somit setzten sich die Rostocker auch verdientermaßen mit 14:7 durch. Dafür gab es auf Seiten der Stoneheads die sehenswerteren Punktgewinne. So wurden diese wiedereinmal durch Overheads vorgelegt und es gab sogar einen Callahan zu bewundern, bei dem der gegnerische Pass geschickt mit einem Stoß nach vorn unterbrochen wurde, der dann zum Punktgewinn in der Endzone gefangen werden konnte.
Somit ging es für die Stoneheads ins Spiel um Platz 11. Dies sollte gegen die Baybees stattfinden. Da alle Beteiligten Lust hatten, auf neue Gegner zu treffen, wurde entschieden stattdessen gegen die Villa Kunterbunt zu spielen.
## 8. Spiel - Villa Kunterbunt
Für das letzte Spiel mobilisierte das Team dann noch einmal alle Kräfte und fing teilweise sogar an, spielerisch zu zaubern. Wie von einer fremdem Macht geführt lief die Scheibe von Mitspieler zu Mitspieler, spritzige Überläufer ließen die Gegner im Staub stehen und gezielte Overheads überwanden die Verteidiger, sodass sich schnell ein guter Vorsprung ergab. die Kunterbunten dagegen hatten deutlich Mühe, die Scheibe sicher zu halten und blieben dadurch sicherlich hinter ihren Möglichkeiten zurück. Das 10:5 war somit ein verdienter Sieg der Chemnitzer. Besondere Erwähnung soll noch ein fulminantes Layout nach einem enormen Sprint durch unseren Energy-Head finden.

Alles in Allem war es wieder einmal ein sehr gelungenes Turnier mit einigen verdienten Siegen und spielerischen Highlights, bei dem auch die Freude neben dem Spielfeld nicht zu kurz kam. Einzig durch das frühe Abreisen eines Sportkameraden wurde dies getrübt. Am Ende waren sich alle einig, dass das SBD auch nächstes Jahr wieder angesteuert werden sollte und man sich durchaus an Übernachtungem im Team-Wohnwagen gewöhnen könnte.